Candlestick-Formationen: Hammer und Sternschnuppe als Signal für die Trendwende

Die Candlestick-Formationen Hammer und Sternschnuppe zählen zu den Indizien für eine Trendwende mit der höchsten Aussagekraft. Ein „Hammer“ tritt bei einer Bodenbildung des Marktes auf und signalisiert eine bevorstehende Trendumkehr. „Sternschnuppen“ finden sich bezeichnenderweise „oben“, d.h. am Top des Marktes und deuten auf einen bevorstehenden Kursrückgang hin.

Eine Hammer-Formation zeigt sich in idealtypischer Form als weiße Kerze ohne Docht.

Die Lunte ist deutlich länger als der Kerzenkörper. In der Literatur wird meist ein Verhältnis von 1:3 als idealtypische Ausprägung angesehen. Da es sich um eine Trendumkehrformation handelt, muss dem Auftreten der Formation ein Abwärtstrend vorausgegangen sein.

Eine Hammerformation gilt als Signal für eine untere Umkehr des Marktes, weil im Laufe der Handelssitzung eine gravierende Veränderung im Verhältnis von Angebot und Nachfrage auftritt. Die Periode beginnt mit einem starken Kursrückgang, an den sich eine Umkehr anschließt, die den Tagesverlauf herumdreht und den Markt im Plus (und auf seinem Tageshoch!) schließen lässt.

Trader erhalten mit der Hammerformation nicht nur ein Einstiegssignal. Der Hammer liefert auch ein Stop-Loss-Niveau mit. Dabei handelt es sich um das Tagestief, das als sehr wichtige Unterstützung dient. Wird es unterschritten, setzt sich der Abwärtstrend mit umso größerer Wahrscheinlichkeit fort. Mehrheitlich ist bei korrekt identifizierten Hammer-Formationen aber von einer Trendwende nach oben auszugehen.


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Kombination mit Volatilität und Gaps erhöht Trefferquote

Die Sternschnuppen-Formation ist das Spiegelbild der Hammerformation.

Sie besteht aus einer schwarzen Kerze ohne Lunte und mit einem langen Docht. Ihr geht ein Aufwärtstrend voraus. Im Verlauf der Handelssitzung dominieren zunächst die bullishen Kräfte, die den Markt nach oben treiben. Dann dreht der Markt und schließt auf seinem Tagestief, das unter dem Schlusskurs des Vortages liegt.

Das Tageshoch der Sternschnuppe ist das Stop-Loss-Level für Shortpositionen.

Es sei ausdrücklich klargestellt, dass Hammer und Sternschnuppe nicht nur in Tagescharts, sondern auch auf allen anderen zeitlichen Ebenen auftreten können. Solange ein Trend vorangegangen ist und die Formation richtig erkannt wird, bietet sie auch über alle Zeithorizonte hinweg Chancen. Auch für Daytrader kann es jedoch hilfreich sein, so wichtige Umkehrformationen in Wochencharts zu beachten. Sie geben Aufschluss darüber, welcher übergeordnete Trend vorliegt.

Eine besonders starke Aussagekraft besitzen sowohl Hammer als auch Sternschnuppe, wenn sie in Kombination mit anderen Indizien auftreten, die in dieselbe Richtung weisen. Vor allem bei einer oberen Trendumkehr handelt es sich dabei häufig um einen deutlichen Anstieg der Volatilität, der um die Sternschnuppe herum gemessen werden kann. Auch Kurslücken (z. B. Opening Gaps in Formationsrichtung am Folgetag) verstärken die Aussagekraft.

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