Indikatoren im Forex Markt: Der Stochastik Oszillator

Der Stochastik-Indikator ist ein Maß für die Lage eines Devisenpaarkurses in Relation zu seinem Kurs der jüngeren Vergangenheit befindet. Er dient als Indikator für überkaufte und überverkaufte Marktsituationen und generiert konkrete Handelssignale.

Im Chart erscheint der Stochastik Oszillator auf einer Skala von 0 bis 100. Werte unter 20 gelten als überverkauft und Werte über 80 als überkauft. Der Indikator besteht aus zwei Linien: Der %K-Linie und der %D-Linie.

Die %K-Linie wird durch die Division zweier Werte ermittelt. Im Zähler wird die Differenz aus dem aktuellen Schlusskurs der verwendeten Periode und dem tiefsten Kurs der letzten X Perioden gebildet. In den Standard-Parametereinstellungen nimmt X dabei Werte von 9 bis 14 an. Dabei kann es sich um Stunden, Minuten, Tage, Viertelstunden, Wochen etc. handeln.

Im Nenner wird der Tiefstkurs der letzten X Perioden vom Höchstkurs der letzten X Perioden subtrahiert. Der Quotient aus Zähler und Nenner wird mit 100 multipliziert. Die %D-Linie leitet sich aus der %K-Linie ab: Sie ist ein 3-tägiger gleitender Durchschnitt der Linie.

Eine Abwandlung des einfachen Stochastik-Indikators ist der Slow Stochastik. Bei diesem wird die %D-Linie ein weiteres Mal geglättet, indem aus ihr ein zweiter 3tägiger gleitender Durchschnitt ermittelt wird. Im Indikator werden dann die beiden Durchschnitte verwendet.

Handelssignale bei Überkreuzen der Linien in Extrembereichen

Der Stochastik-Oszillator generiert konkrete Handelssignale, wenn sich die beiden Linien in einem Extrembereich schneiden. Die %K-Linie ist die schnellere von beiden Linien. Überschreitet sie bei Werten unterhalb von 20 die langsamere Linie von unten nach oben, gilt das Kaufsignal. Umgekehrt wird ein Verkaufssignal generiert, wenn die %K-Linie die %D-Linie im Bereich von über 80 von oben nach unten durchkreuzt.

Auch wenn der Indikator konkrete Handelssignale liefert, darf er keinesfalls als alleinige Entscheidungsgrundlage dienen. Wie alle Oszillatoren produziert der Stochastik vor allem in starken Trendphasen viele Fehlsignale. Insbesondere hält er sich dann womöglich für Wochen oder gar Monate in einem seiner Extrembereiche auf.


Trader müssen insbesondere den vorherrschenden Trend berücksichtigen. Das kann durch gleitende Durchschnitte des Marktes oder auch Trendlinien- und Kanäle erfolgen. Insbesondere bei Signalen des Stochastik gegen die vorherrschende Trendrichtung sollten unbedingt weitere Indizien auf einen Trendwechsel oder eine Konsolidierung vorliegen.


Eine weitere Filtermethode besteht darin, den Stochastik Oszillator mit einer größeren Periodenlänge zu berechnen und diese zweite Berechnung als Filterregel zu nutzen. Wer Tagescharts benutzt, berechnet den Indikator dann zusätzlich auf Wochenbasis. Liegt die %K-Linie im Wochen-Indikator über der %D-Linie, werden nur Kaufsignale des Indikators berücksichtigt. Liegt die %D-Linie hingegen über der %K-Linie, werden nur Verkaufssignale berücksichtigt.

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